Ertragsentwicklung der deutschen Banken

Die deutsche Bankenbranche steht vor einer Reihe von Herausforderungen. Die früher recht profitable Branche befindet sich in einem umfassenden Strukturwandel. Die wichtigsten Faktoren dabei sind:   1. Rückläufige Zinsmarge Die Niedrigzinspolitik der EZB und auch die Negativzinsen für Einlagen der Banken bei der EZB führen zu einem Rückgang der Zinserträge, während die Zinsen auf die

30.09.2020|Tags: , |

TARGET2-Salden

  1. Das TARGET2 – System der EZB Das TARGET2-System ist ein Zahlungsverkehrssystem, über das nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld in der Eurozone abgewickelt werden. Über TARGET2 fließen täglich ca. 350.000 Zahlungen im Wert von rund 1,7 Billionen Euro. Bei grenzüberschreitenden Zahlungen innerhalb der Europäischen Währungsunion laufen die Zahlungen jeweils vom überweisenden Bankkunden über

28.08.2020|Tags: , , |

Die Rentenlücke

  1. Die gesetzliche Rente allein reicht nicht Spätestens seit der Rentenreform 2005 sollte es allen klar sein: Die gesetzliche Rente allein reicht nicht. Allerdings wurden seitdem von Staat und Bürgern nicht die richtigen Konsequenzen gezogen. Die Betriebliche Altersversorgung wurde in vielen Unternehmen abgebaut und ist in vielen Betrieben zu einer Pflichtübung verkümmert, indem oft

Kapitalmärkte – Rückblick und Ausblick

1. Panik am Aktienmarkt Die Kapitalmärkte standen im ersten Halbjahr überwiegend im Zeichen der Corona-Pandemie. An den Aktienmärkten führte die Pandemie in Februar und März zu Panikverkäufen, da sich das Bewusstsein am Markt durchsetzte, dass der Lockdown große wirtschaftliche Schäden bewirkte. Als jedoch die Notenbanken und die Regierungen eine bislang kaum gekannte Entschlossenheit demonstrierten, die

30.07.2020|Tags: , , , , , |

Immobilienboom vorbei?

1. Entwicklung vor Corona Die Immobilienpreise in Deutschland kannten lange Zeit nur eine Richtung: Nach oben. Der Aufschwung dauert nun schon über 10 Jahre. Während der Aktienmarkt sich nach seinem Corona-Tief im März bereits wieder erholt hat, ist die Lage am deutschen Wohnimmobilienmarkt bisher wenig transparent. Zunächst zeigt der Blick auf die Immobilienpreisentwicklung, dass sich

Langfristige Folgen von Corona für die Wirtschaft

  1. Spanische Grippe Nach einer Studie von Robert Barro brach die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung in der Spanischen Grippe 1918-20 um 6% ein. Dies wurde danach nur teilweise aufgeholt. Ingesamt starben damals 2% der Weltbevölkerung, wobei die höchste Todesquote in der Altersgruppe von 18-44 Jahren verzeichnet wurde.  Daher reduzierte die Grippe auch erheblich die Anzahl der Arbeitskräfte.

Konjunkturerholung nach dem Lockdown

1. Rezession in 2020 Der IWF prognostiziert für 2020 in den Industrieländern eine tiefe Rezession. Sowohl in den USA als auch in der Eurozone wird mit einem BIP-Rückgang um mehr als 5% gerechnet. In Asien (hier: Indien, China und Ostasien) wird in 2020 noch mit einem leichten Wachstum gerechnet und in 2021 mit einer massiven

28.04.2020|Tags: , , |

Investition in Bildung lohnt sich

1. Studie zur Bildungsrendite Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen hat kürzlich eine Studie zum Thema "Lebenseinkommen von Berufsausbildung und Hochschulstudium im Vergleich" veröffentlicht. Die dieser Studie zugrundeliegenden statistischen Daten umfassen alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 16-65 Jahren im Zeitraum 1975-2014 (Ostdeutschland 1991-2014). Von den betrachteten Personen blieben am Ende ihres Berufslebens 5,9%

Auswirkungen des Handelsstreites auf die Wirtschaft

Die Deutsche Bundesbank hat kürzlich in einer Studie die Auswirkungen des zunehmenden Protektionismus und insbesondere des Handelsstreits der USA mit China und der EU untersucht. Sie kam dabei zu folgenden Erkenntnissen:   1. Rückgang der Warenströme in beide Richtungen Die US-Importe aus der VR China sanken seit Beginn der Handelsauseinandersetzungen um mehr als 20%. Ähnlich

Kapitalmärkte 2019-Rückblick und Ausblick

1. Rückblick Kapitalmärkte 2019 Der Zinsrückgang an den Anleihemärkten, der aufgrund der Konjunkturabschwächung im 2. Halbjahr 2018 in Gang kam, setzte sich im 1. Halbjahr 2019 fort. Zur Jahreswende 2018/2019 änderten auch die Notenbanken der USA und der Eurozone ihre Zinspolitik und gaben ihre Zinserhöhungsabsichten auf. In der Folge kam es sogar wieder zu Zinssenkungen.