Gewinn- und Verlustrechnung

 

Die Gewinn-und Verlustrechnung (auch: Gesamtergebnisrechnung) stellt die Umsatz-und Ertragsentwicklung des Unternehmens dar.

Ein vereinfachtes Beispiel für eine Gewinn- und Verlustrechnung mit den wichtigsten Positionen:

 

Gewinn- und Verlustrechnung der Müller AG (Beträge in Mio. €)

 Beträge in Mio. € Erläuterungen
Umsatzerlöse510 Die Summe aller Beträge des Jahres, für die Rechnungen an die Kunden geschrieben wurden
Vorratsveränderung-10 Saldo der Vorratsveränderung zwischen Jahresanfang und Jahresende (meist kleiner Betrag)
Gesamtleistung500Die Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen des Jahres (zu Verkaufspreisen); meist ähnlich hoch wie die Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge+20(meist kleinere Position)
Materialaufwand-200 Rohstoffe, Energie, Hilfsstoffe
Rohergebnis320 Diese Größe ist wichtig bei Handelsunternehmen; Rohergebnis in % vom Umsatz = Handelsmarge
Personalaufwand-120Löhne, Gehälter und Sozialversicherungsbeiträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen-50 Aufwendungen für bezogene Leistungen (Rechts- und Beratungskosten; Kosten für auswärts vergebene Dienstleistungen)
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 150EBITDA = Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization
(= betrieblicher cash-wirksamer Gewinn)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -50Die Abschreibungen stehen für die laufende Abnutzung der Anlagen (Maschinen, Gebäude etc.) oder für die Entwertung der Anlagen aus anderen Gründen (Betriebsteil ist unrentabel oder wird geschlossen)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 100EBIT= Earnings before interest and taxes
(= betrieblicher Gewinn)
Finanzergebnis -20Meist im wesentlichen Zinsaufwand für Bankkredite und Anleihen
Ergebnis vor Steuern (EBT) 80EBT= Earnings before taxes
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag-25Im Durchschnitt liegen die Steuern in der Größenordnung von 30% vom EBT
Konzernergebnis nach Steuern55Gewinn nach Steuern; die Hauptversammlung kann beschließen, daraus eine Dividende auszuschütten (Maßgeblich ist allerdings der Gewinn nach Steuern der Muttergesellschaft und nicht der des Konzerns)