Geschlossene Immobilienfonds

 

Geschlossene Immobilienfonds sind eigentlich Beteiligungen an nicht börsennotierten Immobiliengesellschaften. Die Unterschiede zu Immobilienaktiengesellschaften bzw. offenen Immobilienfonds sind im wesentlichen folgende:

  1. Geschlossene Immobilienfonds konzentrieren sich meist auf wenige Immobilien. Meist sind dies Büro- oder Einzelhandelsimmobilien.
  2. Sie werden meist von sogenannten „Emissionshäusern“ ausgegeben, die den Fonds meist auch verwalten.
  3. Sie haben die Rechtsform einer Gesellschaft und nicht die eines Sondervermögens nach KAGB.
  4. Erst die in den letzten Jahren neu aufgelegten geschlossenen Immobilienfonds unterliegen der Finanzaufsicht durch die BAFin. In der Zeit davor sprach man bei den geschlossenen Fonds auch von dem „grauen Kapitalmarkt“.
  5. Vertrieb und Verwaltung der geschlossenen Fonds (auch „Sachwertfonds“ genannt) sind meist mit hohen Kosten verbunden.
  6. Geschlossene Fonds haben meist eine Laufzeit. Am Ende der Laufzeit, die allerdings auch verlängert werden kann, werden die Immobilien veräußert und die Anleger erhalten den Erlös.
  7. Die Anteile an geschlossenen Immobilienfonds sind meist während der Laufzeit schwer verkäuflich. Die Deutsche Zweitmarkt AG organisiert jedoch einen Handel.

Grundsätzlich sollten geschlossene Immobilienfonds nur dann in Betracht gezogen werden, wenn man das Emissionshaus und die Objekte gut kennt und bereit ist, das Geld langfristig zu binden.

Geschlossene Immobilienfonds haben in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zu vielen Verlusten und Enttäuschungen geführt.