Erfolgsfaktoren

oder: worauf kommt es an bei der Geldanlage ?

1.Das Dilemma des Anlegers, 2.Erfolgsfaktoren, 3.Anlegertypen, 4.Bestandsaufnahme5.Beispiele für die Vermögensplanung, 6.Vermögensrechner,  7.Risiko und Rendite , 8.Anlagestrategie, 9.Musterdepots, 10.Umsetzung, 11.Börse, 12.Depotüberwachung

 

Benjamin Graham, „Vater“ des Value Investing

1. Sorgfältige Vermögensplanung

Die eigene Situation und Zukunftsplanung und die Aufteilung des Vermögens in Aktien, Anleihen, Bankkonten etc. (genannt: Asset Allocation) müssen sehr gut aufeinander abgestimmt sein. Insbesondere müssen Sie testen, wie sich Kursverluste auf Ihre eigene finanzielle Situation auswirken würden. Bei allen Annahmen, die Sie dafür treffen, sollten Sie die Vorsicht des „ordentlichen Kaufmanns“ walten lassen, also lieber zu vorsichtig sein als zu optimistisch.

 

2. Diversifikation (Risikostreuung) bei der Anlage

Jeder erfahrene Anleger weiß, dass höherer Ertrag meist mit höherem Risiko verbunden ist. Sie können das Risiko allerdings erheblich reduzieren, indem Sie Ihre Anlagen diversifizieren und damit das Risiko streuen. Diversifikation (Risikostreuung) ist  das einfachste Mittel, mit dem Sie das Risiko im Verhältnis zur Rendite mindern können und damit das Rendite-Risiko-Verhältnis verbessern können. Zu empfehlen ist bei Aktien insbesondere eine Diversifikation (Risikostreuung) nach Ländern, Regionen, Währungen, Branchen (Sektoren) und natürlich nach Einzeltiteln (Unternehmen), gegebenenfalls auch nach Fondsgesellschaften. Bei Anleihen gilt dies analog bis auf die Diversifikation nach Währungen, die dort weniger sinnvoll ist (siehe auch Risiko und Rendite).

 

 

3. Gute Kenntnis der Anlageprodukte, die man kauft (und der damit verbundenen Risiken)

Vor dem Kauf müssen Sie die Chancen und Risiken des Produkts gut analysiert haben. Nur wenn Sie genau wissen, was Sie kaufen, halten Sie die Anlage in schwierigen Zeiten auch durch. Einen Kursverlust nehmen Sie dann gelassen hin, da Sie davon überzeugt sind, dass Sie mit Ihrem Produkt langfristig eine gute Wertentwicklung erzielen werden. Gleichzeitig könne Sie auch nur dann jedem erklären, warum Sie das Produkt gekauft haben und lassen sich nicht durch andere dazu verleiten, es, womöglich zu einem ungünstigen Zeitpunkt, in andere Produkte umzuschichten.

Selbst wenn Sie „nur“ Aktienfonds kaufen und nie einzelne Aktien, sollten Sie gut verstanden haben, wie eine Aktiengesellschaft funktioniert und worauf es bei der Aktienauswahl ankommt. Insbesondere sollten Sie die Chancen und Risiken kennen, die mit der Aktienanlage verbunden sind. Das gleiche gilt natürlich auch für Anleihen und andere Anlagearten. Anlagewissen.com bietet Ihnen viele Informationen über die verschiedenen Anlagearten unter: Aktien, Anleihen, Fonds

Für das Verständnis der Marktphasen an den Börsen und die Einordnung der Wirtschafts- und Börsennachrichten sollten Sie sich mit den Themen Konjunktur, Währungspolitik und Außenwirtschaft befassen, die unter Wirtschaft und Währung zusammengestellt sind. Wer weiß, wie ein Konjunkturzyklus abläuft, kann einfach besser die Schwankungen an den Aktienmärkten verstehen und neigt weniger zu Panikverkäufen bei Kursrückgängen.

 

 

4. Disziplin und Ausdauer

Insbesondere wenn Sie in Aktien investieren, ist Disziplin eine entscheidende Voraussetzung für den Anlageerfolg. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie nach einem starken Kursrückgang Ihre Aktien am Tiefpunkt verkaufen. Wenn Sie sich die erforderliche Disziplin nicht zutrauen, bei Kursrückgängen durchzuhalten, ist es vielleicht besser, gar nicht in Aktien zu investieren.

Ebenso wichtig ist natürlich, dass Sie sich nicht durch provisionsorientierte Verkäufer oder Berater von Ihrer Strategie abbringen lassen und auf deren Empfehlung immer wieder Ihr Depot umschichten.

Modebewusstsein kann in der Geldanlage sehr teuer werden. Wenn Sie auch ansonsten im Leben damit glücklich sein mögen, sich nach den neuesten Modetrends zu richten, sollten Sie sich dies in der Geldanlage nicht angewöhnen. Auf neue Modetrends aufspringen bedeutet in der Geldanlage oft: Zum ungünstigen Zeitpunkt verkaufen, zu spät woanders einsteigen und dazu noch hohe Provisionen zahlen. Ein altes Anleger-Sprichwort heißt: „Hin und her macht Taschen leer.“

Es ist grundsätzlich besser, zunächst einen kleineren Betrag in Aktien zu investieren, sofern Sie dadurch dann sicher sind, diesen auch durch alle Marktphasen (und Modewellen) durchzuhalten. Dadurch sammeln Sie Erfahrungen und bauen Vertrauen in diese Anlageart auf. Ein Anfang wäre dann immerhin gemacht. Dies kann übrigens auch ein Fondssparplan sein.