Eigentumswohnungen bieten im Vergleich zu Häusern einige Vorteile:

  1. Sie bekommen so auch Zugang zu innerstädtischen Lagen, die sonst für die meisten Privatanleger unerschwinglich sind
  2. Sie können durch den Erwerb von mehreren Eigentumswohnungen in verschiedenen Lagen Ihr Immobilienvermögen streuen, auch wenn Sie nicht über ein Millionenvermögen verfügen
  3. Eine Eigentumswohnung kann man eher auch eine Zeit lang „allein lassen“ im Gegensatz zu einem ganzen Haus.
  4. Sie müssen, wenn Sie eine harmonische Gemeinschaft und eine funktionierende Hausverwaltung haben, sich mit vielen Aspekten des Hauses nicht selbst befassen: Dach, Fassade, Gartenpflege etc.
  5. Sie haben relativ wenig Aufwand mit Abrechnungen, da der größte Teil der Abrechnung vom Hausverwalter erledigt wird.
  6. Im Vergleich zu einem Einfamilienhaus gleicher Wohnfläche haben Sie meist niedrigere Betriebskosten und Heizkosten.

 

Wenn Sie sich für den Kauf einer Eigentumswohnung interessieren, sollten Sie zunächst beachten:

  1. Sie sind nicht der „Herr im Haus“. Sie müssen sich selbst innerhalb Ihrer Wohnung nach vielen Regeln richten, die für das Zusammenleben in einer Wohnungseigentümergemeinschaft aufgestellt wurden und die Sie selbst entweder gar nicht oder nur sehr begrenzt beeinflussen können.
  2. Baulich verändern dürfen Sie eigenmächtig so gut wie gar nichts.
  3. Als Vermieter eine Eigentumswohnung sind Sie in einer „Sandwich-Position“, d.h. Sie müssen dafür sorgen, dass Ihre Mieter die Regeln der Eigentümergemeinschaft befolgen. Dies gilt auch dann, wenn in der Eigentümergemeinschaft etwas beschlossen wird, das gegen die Interessen Ihrer Mieter ist.

 

Wenn Sie sich für den Kauf einer Eigentumswohnung interessieren, sollten Sie zusätzlich zu den Fragen, die bei einem Hauskauf zu beachten sind, noch folgende Punkte prüfen:

  1. Schauen Sie sich die gesamte Immobilie der Wohnungseigentümergemeinschaft an, an der Sie sich beteiligen. Überprüfen Sie „Ihr“ Haus vom Keller bis zum Dach und überprüfen Sie auch die anderen Gebäude, die zur Wohnungseigentümergemeinschaft gehören.
  2. Teilungserklärung; die „Verfassung der Wohnungseigentümergemeinschaft“, die bei jeder WEG anders ist und die sich praktisch nicht ändern lässt.
  3. Protokolle der Eigentümerversammlung; Beschlüsse können auf viele Jahre Bedeutung haben; daneben erhalten Sie Informationen über Konflikte in der WEG, Probleme am Gebäude und anfallenden Instandhaltungskosten.
  4. Gespräch mit dem Hausverwalter
  5. Gespräch mit anderen Wohnungseigentümern mit Verwaltungsbeiträten