Depotüberwachung

1.Das Dilemma des Anlegers, 2.Erfolgsfaktoren, 3.Anlegertypen, 4.Bestandsaufnahme5.Beispiele für die Vermögensplanung, 6.Vermögensrechner,  7.Risiko und Rendite , 8.Anlagestrategie, 9.Musterdepots, 10.Umsetzung, 11.Börse, 12.Depotüberwachung

 

 Wenn Sie Ihr Depot zusammengestellt haben, stellt sich die Frage nach der Überwachung Ihres Depots. Grundsätzlich sollten Sie nach der Devise handeln „Hin und her macht Taschen leer“ und die einmal eingeschlagene Anlagestrategie durch Marktschwankungen hindurch beibehalten. Dennoch ist natürlich die Überwachung Ihres Depots Pflicht:

 

1. Depotüberwachung und -bewertung

In vielen Fällen bietet Ihre Depotbank online die Möglichkeit, das Depot jederzeit aufzurufen mit tagesaktuellen Kursen. Falls Sie mit den Auswertungen Ihrer Bank nicht zufrieden sein sollten, können Sie sich mit wenig Aufwand auf onvista.de oder finanzen.de ein „Depot“ anlegen im Sinne einer Liste, deren Kurse bei jedem Aufruf aktualisiert werden. So können Sie sehen, inwiefern Sie Ihren Anlagezielen nähergekommen sind.

Dass Sie alle Abrechnungen über Transaktionen, Kapitalmaßnahmen (z.B. Kapitalerhöhungen) und über Dividenden und Ausschüttungen im Ordner abheften, versteht sich von selbst. Die jährliche Steuerbescheinigung Ihrer Depotbank benötigen Sie für Ihre Steuererklärung. Die Aufbewahrung der Ausschüttungsmitteilungen bzw. Thesaurierungsmitteilungen ist besonders wichtig bei ausländischen thesaurierenden Fonds (siehe auch Fonds / 8.Steuerliche Transparenz).

 

2. Lektüre der Fondsinformationen

Rufen Sie auch von Zeit zu Zeit die Factsheets der Fonds auf, die Sie im Depot haben. Drucken Sie sie sich mindestens einmal im Jahr aus, so dass Sie die Entwicklung und Veränderung im Zeitablauf vergleichen können. Achten Sie dabei nicht nur auf die Wertentwicklung, sondern auch auf die Struktur des Fonds (nach Ländern, Sektoren und Unternehmen).

 

3. Anpassung der Gewichtungen

Wenn Ihr Depot einmal voll investiert ist, benötigen Sie eine Strategie, wie Sie Ihre Anlagen von Zeit zu Zeit anpassen. Die einzelnen Fonds werden sich sicher unterschiedlich entwickeln, so dass sich die Gewichtungen (%-Anteile) verschieben. Wenn Sie sich einmal für eine Gewichtung entschieden haben, ist es konsequent, diese beizubehalten. Daneben ist es erfahrungsgemäß positiv für die Wertentwicklung eines Depots, wenn die Anlagen mit zeitweise besserer Wertentwicklung umgeschichtet werden in die „Nachzügler“. Dies gilt natürlich nur, wenn Sie längerfristig die Chancen Ihrer Fonds alle als gleichwertig beurteilen. Wenn insgesamt der Aktienanteil durch gute Entwicklung des Aktienmarktes gestiegen ist, macht eine Umschichtung in die risikoarmen Anlagen (Bankkonto) auch Sinn, da Sie dann auf hohem Aktienmarktniveau Ihr Gesamtrisiko reduzieren. Nach einem Einbruch am Aktienmarkt können Sie dann Aktien zukaufen, um wieder die Ziel-Gewichtung zu erreichen.

Wenn Sie die Anpassung der Gewichtungen durch Änderung („Umleitung“) der Zukäufe erreichen, sparen Sie Transaktionskosten. Das bedeutet, dass Sie die Zukäufe bei dem/den zu hoch gewichteten Fonds stoppen und die laufenden Ersparnisse in  den/die „zu niedrig“ gewichteten Fonds lenken. Bei der Gewichtung sollten Sie nicht allzu kleinlich sein, da Sie sonst andauernd umschichten und viel für Transaktionskosten aufwenden. Sie sollten auch bei den Verkäufen die  steuerlichen Auswirkungen berücksichtigen.

 

4. Beobachten der Wirtschaftslage und der Kapitalmärkte

Zur Beobachtung von Wirtschaft und Kapitalmärkten im Rahmen der Depotüberwachung nutzen Sie Anlagewissen.com, insbesondere das Kapitel „Aktuelles„.  Daneben finden Sie hier zahlreiche Inhalte für Ihre Weiterbildung und Information über diesen gesamten Themenbereich. Denken Sie daran: Je besser Sie Bescheid wissen über Ihre Anlagen, desto souveräner verhalten Sie sich in schwierigeren Marktphasen.