Glossar A-F

ABS-Anleihen Asset-Backed Securities Anleihen, die für einen Pool von Vermögenswerten ausgegeben werden und nach Tranchen strukturiert sind
AIF Alternative Investment Funds Investmentfonds nach deutschem Recht, die nicht dem UCITS (OGAW) – Standard entsprechen und in Ausgestaltung und Anlage flexibler sind und damit für den Anleger meist mehr Chancen und Risiken beinhalten als UCITS (OGAW)-Fonds
Aktien Anteile an einer Aktiengesellschaft, meist verbrieft und börsennotiert
Aktienanalyse Analyse von Aktien, meist  Analyse und Bewertung des Unternehmens
Aktienanleihen Anleihen, die meist bei negativer Kursentwicklung der zugrundeliegenden Aktie die Rückzahlung in Aktien vorsehen (im Gegensatz zu den Coco-Bonds ist der Emittent der Anleihe meist nicht identisch mit dem Emittenten der Aktie
Aktienrückkäufe Kauf von ausgegebenen Aktien durch die Aktiengesellschaft selbst, meist mit dem Ziel der Vernichtung, um überschüssige Liquidität dafür einzusetzen, den Wert der verbleibenden umlaufenden Aktien zu steigern
Alpha Der Beitrag des Fondsmanagements zur Wertentwicklung, der nicht vom gesamten Aktienmarkt abhängt
Anleihen Wertpapiere, die dem Inhaber das Recht auf einen meist festen Zins und eine Rückzahlung einräumen
Aufsichtsrat Eine Gruppe von mindestens 3 Personen, die von der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft gewählt wird und insbesondere die Aufgabe hat, den Vorstand zu bestellen und zu kontrollieren
Ausfallquote Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Anleihe oder einer Kategorie von Anleihen der Schuldner Zins und/ oder Tilgung nicht zahlt
Ausgabeaufschlag Provision, die häufig beim Kauf von Fondsanteilen anfällt

BAFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bundesdeutsche Aufsichtsbehörde, insbesondere für Banken, Versicherungen und Kapitalverwaltungsgesellschaften
Barbell-Strategie Anleihestrategie, bei der in zwei Laufzeitbereichen Schwerpunkte im Depot gebildet werden
Benjamin Graham Berühmter Value Investor und Autor der Bücher „Security Analyis“ und „The Intelligent Investor“, wird auch bezeichnet als „Vater des Value Investing“
Beratungsvergütung Vergütung des Anlageberaters eines Fonds
Beta Der Beitrag zur Wertentwicklung eines Fonds, der von der Entwicklung des gesamten Aktienmarktes abhängt (Indexentwicklung)
Bilanz Eine tabellarische Aufstellung von Vermögen und Schulden eines Unternehmens
BIP Bruttoinlandsprodukt; Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden
BIP-Deflator Faktor zur Umrechnung des nominalen in das reale (inflationsbereinigte) BIP; ähnelt der Inflationsrate, enthält aber neben den Verbraucherpreisen auch die Preise für Investitionsgüter, Unternehmensdienstleistungen und Zwischenprodukten und wird daher zuweilen als repräsentativer betrachtet als der Verbraucherpreisindex
Börse Organisierter Markt für Wertpapiere oder andere Vermögenswerte; heutzutage meist elektronisch
Börsenkapitalisierung Der am Börsenkurs gemessene Unternehmenswert (Kurs x umlaufende Aktien)
Börsennotierte Unternehmen Unternehmen, deren Aktien an einer Börse zum Handel zugelassen sind
Bottom up Anlagestil, der das einzelne Unternehmen im Vordergrund sieht und erst später im Auswahlprozess volkswirtschaftliche Faktoren berücksichtigt
Buchwert Das Eigenkapital je Aktie (Eigenkapital/Anzahl umlaufende Aktien)
Bullet-Strategie Anleihestrategie, die in einem Laufzeitbereich einen klaren Schwerpunkt des Depots setzt
Bundesanleihen Anleihen der Bundesrepublik Deutschland

Cash Flow Saldo von Einzahlungen und Auszahlungen eines Unternehmens in einer Periode
Chartanalyse Analyse von Aktien oder anderer Vermögenswerte anhand des historischen Kursverlaufs
Coco-Bonds Contingent Convertible Bonds; Anleihen mit meist festem Zinssatz, die bei Verschlechterung der Situation des Schuldners nach festgelegten Regeln in die Aktien des Schuldners getauscht werden können (meist von Banken ausgegeben)
Coupon historisch der Zinscoupon, der zur Zinszahlung von der ausgedruckten Anleihe abgetrennt wurde; heutzutage bezeichnet der Begriff den Zinssatz einer Anleihe
Covered Bonds internationaler Begriff für Wertpapiere, die ähnlich strukturiert sind wie die deutschen Pfandbriefe
Credit Spread Der Zinsaufschlag, der gezahlt wird für Anleihen mit schlechterem Rating
Cross Rate Wechselkurs zweier Währungen, wenn keine von beiden der US-Dollar ist
Crowding Out-Effekt Verdrängungseffekt; wenn der Staat durch Deficit Spending gewisse Sektoren der Wirtschaft einseitig fördert (beispielsweise Bau), werden andere Sektoren durch erhöhte Kapitalmarktzinsen oder Löhne benachteiligt, so dass dort die Produktion gedämpft wird.

DAX Deutscher Aktienindex; enthält die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften und wird von der Deutschen Börse AG berechnet
Deficit Spending Eine Wirtschaftspolitik, die durch Inkaufnahme eines Defizits im Staatshaushalt beabsichtigt, die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu steigern und dadurch eine Erholung der Konjunktur zu erreichen
Deflation negative Inflation; gemeint ist meist der Rückgang der Verbraucherpreise, gemessen am Verbraucherpreisindex
Devisenmarktinterventionen Kauf und Verkauf von fremder Währung im Austausch gegen die eigene Währung durch die Notenbank eines Landes; oft mit dem Ziel, den Wechselkurs der eigenen Währung zu beeinflussen; auch genutzt als geldpolitisches Instrument
Devisenreserven Der von der Notenbank eines Landes gehaltene Bestand an fremder Währung
Devisentermingeschäft Kauf und Verkauf von fremder Währung, wobei die Abwicklung des Geschäfts meist einige Monate in der Zukunft liegt
Direktanlage Aktien Anlage in einzelnen Aktien (im Gegensatz zur Anlage in Fonds)
Disclaimer Haftungsausschluss
Discounted Cash Flow-Verfahren Verfahren zur Bewertung von Unternehmen, bei dem die Cash Flows zukünftiger Jahre geschätzt und dann abgezinst (abdiskontiert) werden
Diversifikation Risikostreuung
Diversifikationseffekt Effekt der Risikostreuung; idealerweise eine Verminderung des Risikos
Dividendenrendite Dividende einer Aktie pro Jahr in % des Aktienkurses
Dividendenstrategie Anlagestrategie, bei der bevorzugt in Aktien mit hoher Dividendenrendite investiert wird
Downstream Der hintere Teil der Wertschöpfungskette (in der Ölbranche sind dies Raffinerien und Tankstellen); im Gegensatz zu Upstream (Ölförderung)
Duration Die nach dem Barwert der Zahlungen (Zins und Tilgung) gewichtete Laufzeit einer Anleihe
Dynamischer Verschuldungsgrad Kennzahlen, bei denen die Verschuldung eines Unternehmens ins Verhältnis gesetzt wird zu Ertrags- oder Cash Flow-Größen (Beispiel: Nettofinanzverschuldung/ EBITDA)

EAT/ Earnings after tax Gewinn nach Steuern
EBT/ Earnings before tax Gewinn vor Steuern
EBIT Earnings before interest and taxes Gewinn vor Zinsen und Steuern
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
Eigenkapital/ EK Die Größe, die sich ergibt, wenn vom Vermögen eines Unternehmens die Schulden und Rückstellungen abgezogen werden; aus buchhalterischer Sicht der Betrag, der den Aktionären gehört
Eigenkapitalrendite/ Return on Equity Gewinn nach Steuern dividiert durch das Eigenkapital (EAT/ EK); Kennzahl für die Rentabilität des von den Aktionären eingesetzten Kapitals
Einkaufsmanagerindex Index basierend auf Umfragen unter Einkäufern in der Wirtschaft; beliebter Frühindikator für die Konjunktur
Einlagensicherung System für die Sicherung der Bankguthaben  für den Fall der Zahlungsunfähigkeit der Bank
Einmalanlage Kauf von Fondsanteilen außerhalb von Sparplänen
Emerging Markets Schwellenländer
Endfälligkeit Rückzahlungsdatum einer Anleihe
Enterprise Value Operativer Marktwert einer Aktiengesellschaft; Börsenkapitalisierung + Nettofinanzverschuldung
Entsparen Ersparnisse abbauen (beispielsweise für Konsum)
Erhaltungsinvestitionen/ Maintenance Capex das Volumen an Investitionen, das erforderlich ist, um den Geschäftsbetrieb im aktuellen Umfang auf Dauer aufrechtzuerhalten (einschließlich Ersatz der aktuellen Maschinen)
ETFs/ Exchange Traded Funds börsengehandelte Indexfonds
ETF-Sparplan Fondsparplan zur Anlage in ETFs
Eurokrise Die Krise mehrer Euroländer in den letzten Jahren (Spanien, Irland, Griechenland, Portugal, Zypern)
Eurozone Die Zone der Mitgliedsländer der Europäischen Währungsunion, die nur einen Teil der EU umfasst
 

Factsheet Ein- bis zweiseitige Publikation der Kapitalverwaltungsgesellschaften mit zahlreichen Informationen über einen Fonds
FCP/ Fonds commun de placement luxemburgischer Begriff für die Rechtsform des Sondervermögens bei Fonds (im Unterschied zur SICAV)
Federal Open Market Committee/ FOMC Gremium des Federal Reserve System, das maßgeblich über die Geldpolitik der US-Notenbank entscheidet. Es besteht aus den 7 Mitgliedern des Federal Reserve Board und den 12 Präsidenten der regionalen Federal Reserve Banks
Federal Reserve System Das US-amerikanische Notenbanksystem, das im wesentlichen aus den zwölf regionalen Federal Reserve Banks und dem Federal Reserve Board besteht
Fed-Watcher  Professionelle Beobachter der Geldpolitik der US- Notenbank Fed; meist tätig für Banken oder die Presse
Finanzkennzahlen Kennzahlen, die die Beurteilung eines Unternehmens erleichtern sollen
Fintech Unternehmen, die die technologischen Innovationen und insbesondere das Internet nutzen, um Finanzdienstleistungen anzubieten
Fiskalunion Gemeinschaft mehrerer Staaten, die über einen gemeinsamen Haushalt oder zumindest eng koordinierte und solidarische Haushaltspolitik betreiben
Floating Freies Schwanken des Wechselkurses eines Landes
Fonds Ein von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG, auch genannt Investmentgesellschaft oder Fondsgesellschaft) verwaltetes Sondervermögen, das in Aktien, Anleihen, Immobilien oder anderen Vermögenswerten angelegt ist.
Fondsanteile Wertpapiere, die Anteile an einem Fonds verbriefen
Fondsberater Berater eines Fonds, der im Auftrag der Kapitalverwaltungsgesellschaft als externer Berater für die Anlagestrategie des Fonds zuständig ist
Fondsmanagement Für das Management von Fonds zuständiges Team der Kapitalverwaltungsgesellschaft
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen eines Unternehmens, die im wesentlichen aus bereits geschriebenen, aber noch nicht bezahlten Rechnungen entstanden sind
Free Cash Flow Cash Flow eines Unternehmens nach Abzug der Investitionen und der Veränderung des Working Capitals
Free Cash Flow-Rendite/ Free Cash Flow Yield Free Cash Flow eines Unternehmens in % des Enterprise Value
Frühindikatoren Kennzahlen, die beobachtet werden, weil sie erfahrungsgemäß eine Wende in der Konjunkturentwicklung früher anzeigen als die realen Wirtschaftsdaten (BIP oder Industrieproduktion); Frühindikatoren beruhen oft auf Umfragen bei Entscheidungsträgern in der Wirtschaft (Beispiel: Einkaufsmanagerindex)
Fundamentale Aktienstrategien Aktienstrategien, die auf der Analyse der Unternehmensdaten basieren