VL-Sparen vernachlässigt

Mehr als 1,6 Mrd. Euro pro Jahr könnten Arbeitnehmer zusätzlich in die Altersvorsorge investieren, ohne das Geld selbst aufbringen zu müssen. Das 5. Vermögensbildungsgesetz von 1990 regelt die vermögenswirksamen Leistungen und die Arbeitnehmer-Sparzulage. Die Vermögenswirksame Leistung kann beim Arbeitgeber beantragt werden. Je nach Tarif-  oder Arbeitsvertrag kann die vermögenswirksame Leistung bis zu 400 Euro im Jahr betragen.

Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen von bis zu € 20.000 bzw. bei Ehepaaren € 40.000 erhalten dazu noch eine Arbeitnehmer-Sparzulage, die 20% betragen kann.

Die vermögenswirksame Leistung kann in verschiedene Anlageformen investiert werden. Dazu gehören neben Bausparverträgen insbesondere Aktienfonds. Für das VL-Sparen eignen sich insbesondere ETF-Sparpläne. ETFs sind börsengehandelte Fonds mit meist niedrigen Gebühren. ETF-Sparpläne werden kostengünstig von Direktbanken angeboten. Diese Direktbanken verwahren auch die ETF-Fondsanteile im Depot („VLFondsDepot“).

Allerdings gelten vermögenswirksame Leistungen steuerlich als Arbeitseinkommen, so dass sie steuer- und sozialversicherungspflichtig sind.

 

Fazit

Falls Sie angestellt tätig sind, suchen Sie sich am besten zuerst eine geeignete Vermögensanlage aus. Informieren Sie sich beispielsweise bei Direktbanken, für welche ETFs dort Sparpläne für VL-Sparen angeboten werden (Stichwort „VL-FondsDepot“). Dann stellen Sie den Antrag beim Arbeitgeber.

 

Informationen zur Anlagestrategie und zu ETFs finden Sie unter:

Anlagestrategie

ETFs

ETF-Sparplan – Das ideale Instrument zur Vermögensbildung

 

Quelle: FAZ vom 16. November 2019 „Das Geld liegt auf der Straße“

19.12.2019|Tags: , , , , |

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