ETF Sparplan – Das ideale Instrument zur Vermögensbildung

1. Warum ETF-Sparpläne ?

Sparbuch, Banksparplan und Bausparvertrag: Die althergebrachten Sparmethoden leiden alle unter der Niedrigzinsphase. Das mühsam gesparte Geld verzinst sich kaum und ist der Inflation voll ausgesetzt. Dennoch ist dies kein Grund, das Sparen aufzugeben oder nur noch aufs nächste Auto zu sparen.

Dass längerfristig Aktien eine weit bessere Wertentwicklung bieten als verzinsliche Anlagen, ist allgemein bekannt. Sie können dazu auch einiges auf den Seiten  Ihre Vermögensplanung und Aktien sowie den jeweiligen Unterseiten lesen. Dennoch haben Aktien immer noch den Ruf, nur noch für wirklich Wohlhabende in Frage zu kommen. Spätestens nach Aufkommen der ETFs gilt dies nicht mehr. ETFs (börsengehandelte Fonds) sind eine der wenigen Anlagen, wo Privatanleger praktisch die gleichen Konditionen bekommen wie institutionelle Großanleger. Detaillierte Information über ETFs finden Sie unter ETFs, Indexabbildung mit ETFs und In ETFs anlegen, aber wie? und Welche ETFs für mein Depot? .

 

2. Viele Vorteile

Als ideales Instrument zum laufenden Ansparen in Aktien bieten sich ETF-Sparpläne an. Sie bieten gleich mehrere Vorteile:

  1. Anlage in Aktien und somit die Chance, mit hoher Wahrscheinlichkeit eine langfristig hohe Wertentwicklung zu erwirtschaften
  2. Breite Streuung innerhalb des Aktienmarktes und somit ein vermindertes Risiko
  3. Geringe laufende Kosten im ETF
  4. Bei ETF-Sparplänen oft keine Depotgebühren
  5. Relativ niedrige Kosten bei der Anlage, teilweise auch keine im Fall von Aktionen
  6. Laufendes Sparen in Sparplänen diszipliniert zum Sparen
  7. Weitgehende Steuerfreiheit im Rahmen des Sparerfreibetrages von € 801 je Person und Jahr; dieser kann durch Zinsanlagen kaum noch genutzt werden. Gewisse Steuern fallen jedoch in Form ausländischer Quellensteuern auf Dividenden an.
  8. Vorteil des Cost Averaging; man kauft bei hohen Kursen weniger Fondsanteile und bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile für den gleichen laufenden Sparbetrag; dadurch erwirbt man die Fondsanteile billiger als wenn man regelmäßig die gleiche Anzahl Fondsanteile kaufen würde.
  9. Man muss sich nicht lange Gedanken machen, wann der beste Kaufzeitpunkt ist, sondern man investiert einfach stetig durch alle Marktphasen.
  10. ETF-Sparpläne sind ein idealer Einstieg in die Aktienanlage; so kann man sich an die Aktienanlage gewöhnen, ohne sofort einen großen „Batzen“ zu investieren.

 

3. Auswahl des Anbieters

Worauf sollte man bei ETF-Sparplänen achten ?

  1. Depotgebühr: Bei Sparplänen verzichten die Banken oft auf eine Depotgebühr. Beachten muss man allerdings die Kaufgebühr, die meist höher liegt als bei der Einmalanlage.
  2. Die Kaufgebühr ist je nach Bank in % des Kaufbetrages oder absolut in Euro definiert. Bei kleineren Sparbeträgen ist natürlich ein %-Satz attraktiver und bei größeren eine feste Euro-Gebühr (wie bei der Sparkasse 1822direkt).
  3. Interessant sind Aktionsangebote; die meisten Direktbanken bieten für einen Teil der ETFs einen kostenlosen ETF-Sparplan (ohne Kaufgebühr und meist auch ohne Depotgebühr); diese sind meist befristet auf ein oder zwei Jahre; aber immerhin.
  4. Praktisch ist, wenn die Direktbank, die den ETF-Sparplan verwaltet, die Sparraten vom Girokonto der Hausbank abbuchen kann.

Sie finden einen Vergleich von den angebotenen ETF-Sparplänen einiger Banken unter ETF-Sparplan-Vergleich.

4. Das wichtigste zuletzt

Entscheidend und am wichtigsten ist natürlich nach wie vor:

30.01.2019|Tags: , , , |

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