Robo-Advisor – Die Zukunft der Vermögensverwaltung?

Was sind eigentlich Robo-Advisor?

Robo-Advisor, die auch Digitale Vermögensverwalter oder Online-Vermögensverwalter genannt werden, bieten Vermögensverwaltung über das Internet an. Information, Beratung, Anlageentscheidung und Umsetzung erfolgen rein digital. Die Anlage erfolgt in der Regel in Fonds, meist ETFs oder anderen Indexfonds. Das sind aber auch schon so ziemlich die Gemeinsamkeiten dieser sehr heterogenen Branche.

 

Anlagevolumen bei Robo-Advisors in Deutschland (in Mrd. €)

Volumen der Robo Advisor nimmt stark zu

 

 

 

 

 

 

 

Ende 2016 verwaltete diese Branche in Deutschland € 0,6 Mrd., Ende 2017 € 1,5 Mrd.  Bis zum Jahresende 2018 werden € 4 Mrd. erwartet. Der Markt verteilt sich aktuell auf ca. 18 Anbieter.

 

Welche Arten von Robo-Advisors gibt es?

Die Anbieter unterscheiden sich ansonsten in vielerlei Hinsicht. Während manche eher eine Unterstützung bei der Auswahl von ETFs bieten, betreiben andere ein dynamisches Management, indem sie nach gewissen Regeln das Depot in vordefinierten Marktphasen umschichten. Diese Strategien sind beispielsweise dazu angelegt, in steigenden Märkten eine höhere Aktienquote zu haben als in fallenden. Manche Anbieter greifen auch auf Fonds zurück, die nicht öffentlich erhältlich sind.

Juristisch kann man zwei Gruppen von Robo-Advisors unterscheiden:

Vermögensverwalter

Diese Robo-Advisors übernehmen alle Aufgaben für den Anleger und verfügen dafür über eine von der BaFin erteilte Erlaubnis (Finanzportfolioverwaltung nach § 1 Abs. 1. Kreditwesengesetz).

Anlagevermittler

Anlagevermittler verfügen über eine durch die IHK erteilte Erlaubnis (Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs. 1 Gewerbeordnung). Der Robo-Advisor unterbreitet dabei dem Kunden Handlungsvorschläge, dieser entscheidet dann, ob er den Vorschlägen folgt.

 

Kosten

Die Gebühren der Robo-Advisors liegen in etwa zwischen ca. 0,6% bis ca. 1,5% vom verwalteten Vermögen pro Jahr. Häufig sind die Kosten bei höherem Anlagevolumen im Verhältnis zum Volumen niedriger.

 

Fazit

Der Markt der Robo-Advisor wächst sehr dynamisch. Wenn Sie sich für das Angebot der Robo-Advisor interessieren, sollten Sie dabei folgende Überlegungen anstellen:

  1. Sind Sie bereit, Ihr Vermögen einem Ihnen weitgehend unbekannten Institut anzuvertrauen?
  2. Sind Sie der Meinung, dass die Verwaltung durch den Robo-Advisor einen Mehrwert bietet, der die Kosten rechtfertigt? Oder ist es nicht sinnvoller, wenn Sie bei einer Direktbank ein Depot eröffnen und sich ein paar ausgewählte ETFs ins Depot legen?
  3. Falls die Verwaltung nach einer Strategie erfolgt: Können Sie beurteilen, ob sich diese Strategie bewährt hat? Und ob die Strategie zu Ihrem persönlichen Profil passt?
  4. Kennen Sie die Depotbank, die für den Robo-Advisor Ihr Vermögen verwahrt? Ist das ein solides Institut, das auch der Einlagensicherung angeschlossen ist?
  5. Kennen Sie die Fonds, die der Robo-Advisor für Sie erwirbt? Werden sie von einer soliden Investmentgesellschaft verwaltet und passen Sie zu Ihrem persönlichen Profil? Passt auch die vom Robo-Advisor vorgeschlagene Vermögensaufteilung zu Ihrem persönlichen Profil?

 

Quellen:

https://www.extra-funds.de/robo-advisor/

https://www.extra-funds.de/ebook-robo-advisors/

Bitte beachten Sie, dass diese Quellen vermutlich anbieterfinanziert sind und daher als Basis für eine Entscheidung wohl nicht geeignet sind. Sie können jedoch dazu dienen, einen Marktüberblick zu gewinnen.

 

Falls Sie eigenständig ohne Robo Advisor Ihre Vermögensplanung durchführen wollen, besuchen Sie doch unsere Seite Vermögensplanung. Dort kommen Sie Schritt für Schritt zu Ihrer eigenen Geldanlage.

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