Interessante Fakten zu privaten Kleinvermietern

Als „private Kleinvermieter“ bezeichnet man die Vermieter, die ihre Wohnimmobilien im Privateigentum halten. Sie stehen im Gegensatz zu den großen Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und börsennotierten Immobiliengesellschaften.

Hütte auf dem Land am Meer

 

 

 

 

 

 

Bild: Pixabay, Christian Birkholz

 

Interessante Fakten:

  1. 30% der deutschen Haushalte sind Mieter von privaten Kleinvermietern, 25% sind Mieter von Gesellschaften oder Genossenschaften; 45% sind Eigennutzer.
  2. Insgesamt gibt es in Deutschland 3,9 Millionen private Kleinvermieter (9% der privaten Haushalte). Vor 15 Jahren waren es noch 3,2 Millionen. Dabei sind Freiberufler und Selbständige sowie Rentner weit überproportional zu ihrem Anteil an der Bevölkerung vertreten. Ebenso sind Verheiratete relativ stark vertreten.
  3. Private Kleinvermieter vermieten insgesamt insgesamt über 15 Millionen Wohnungen. Demnach entfallen im Durchschnitt ca. 4 Wohneinheiten auf einen Vermieter.
  4. In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz sind 9-15% der Haushalte private Kleinvermieter, in den neuen Bundesländern, in Berlin und Hamburg nur 2-6%. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 15%.
  5. Eine Untersuchung für die Stadt Düsseldorf ergab, dass ein Drittel der Vermieter 1-3 Wohneinheiten vermieten und ein Viertel über 10 Wohneinheiten, die restlichen 40% 4-9.
  6. 47% der privaten Kleinvermieter erzielen Netto-Mieteinnahmen (nach Kosten und Abschreibungen, aber vor Steuern) von über € 5.000 im Jahr, 19% von über € 10.000 im Jahr. Die gesamten Nettomieteinnahmen privater Kleinvermieter betragen € 35 Mrd.. Rechnerisch ergibt sich eine Nettomieteinnahme pro Vermieter von ca. € 2.400 pro Jahr.
  7. Unter den 20% der Haushalte mit dem höchsten Gesamteinkommen befanden sich in 2015 21% Vermieter, unter den 20% einkommensschwächsten Haushalten immerhin noch 6%.
  8. Der durchschnittliche private Kleinvermieter ist 59 Jahre alt.

 

Fazit:

Der Begriff „privater Kleinvermieter“ klingt zwar eher unbedeutend. Diese Gruppe von 3,9 Millionen Haushalten verfügt jedoch über 60% des deutschen Mietwohnungsbestandes. Das private Vermieten erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Allerdings ist fraglich, ob gerade Vermieter von nur wenigen Wohnungen  ihr Vermögen ausreichend diversifiziert (gestreut) haben. Wenn es beispielsweise bei einer von zwei Wohnungen zu einem längeren Mietausfall kommt, kann dies die „Haushaltskasse“ schon ziemlich belasten. Eine breite Diversifikation ist durch die Anlage in Fonds oder ETFs wesentlich einfacher darzustellen.

Siehe auch Immobilien und Vermietete Immobilien

 

Datenquelle:

Institut der Deutschen Wirtschaft Köln; Michael Voigtländer / Björn Seipelt: Perspektiven für private Kleinvermieter

 

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